Dominik Schmitt / Naima Aouni

Eröffnung / 24.09. / 19.00-22.00

Ausstellung / 25. - 7.11.

Galerie Benjamin Eck

Pestalozzistr. 14 / Glockenbachviertel

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Über Dominik Schmitt
https://www.youtube.com/watch?v=-aH9H_3qhmM

Dominik Schmitt studierte Kunstwissenschaft und Bildende Kunst, Biologie und Bildungswissenschaft am Campus Landau der Universität Koblenz-Landau. Aufgrund der hohen Resonanz auf seine Arbeiten ist er allerdings nie in den Lehrerberuf gegangen. Der Künstler beschäftigt sich vor allem mit der philosophischen und biologischen Frage nach dem Ich und dem unüberschaubaren Geflecht von Ursachen und Wirkungen, dem alles im Leben unterworfen ist.

Eingebettet in Tapetenmuster, Symbole und ironische Textfragmente, malt Schmitt menschliche und/oder tierische Figuren stets mit sezierendem Blick auf das Innere. Geöffnete Leiber und beschriftete Organe erinnern an analytische Lehrabbildungen aus der Biologie. Die meist großen Leinwandarbeiten wirken äußerlich düster, offenbaren sich aber bei genauerer Betrachtung inhaltlich als positiv und hoffnungsvoll, mit viel Ironie und einem sehr eigenen Humor. Sie bestechen durch eine enorme Detailhaftigkeit und vielschichtige Lesbarkeit - immer mit persönlichem Bezug auf die biografischen Hintergründe Schmitts.

Ein Maler, dessen höchstes Ziel es ist, authentisch zu sein. So ist auch seine Technik unkonventionell und eigenwillig - eine Mischung aus Collage-Elementen, gestischem Stiftgekritzel bis hin zu altmeisterlichen Körpern aus Öl. Er macht alles, wie es ihm Spaß macht und nichts, wie es ihm keinen Spaß macht, so der Künstler selbst. Die Kompositionen ergeben sich nach Schmitts Denkansatz, wie alles im Leben: aus dem Prozess heraus.

Dabei entsteht eine Bildsprache, welche stets versucht das Innerste des Seins und der Dinge zu entblößen. Man scheint sofort gefangen zu sein und begibt sich auf eine faszinierende Entdeckungsreise durch unzählige Details, Anspielungen und Überlagerungen. Aus diesem Grund sind Schmitts Arbeiten auch so gefragt. So waren sie bereits in Museen in Paris, Deutschland oder Istanbul sowie in Galerien und internationalen Messen in Europa bis in die USA, zu sehen.


Über Naima Aouni
https://www.youtube.com/watch?v=tm-ABwtVGYM&feature=youtu.be

NaÏma Aouni (° 1987) geht seit einigen Jahren den Weg des figurativen Zeichnens und Malens. Ihre Liebe zu Figuren lässt sich auf die Enthüllung der Kunst des 17. Jahrhunderts hinweisen. Besonders die Werke von Caravaggio und Velazquez erregten früh ihre Aufmerksamkeit. Wie diese Meister die menschliche Figur darstellten, faszinierte sie ungemein.

Wabi-Sabi
Der japanische Titel Wabi-sabi steht für eine Weltanschauung, Unvollkommenheit und Vergänglichkeit zu akzeptieren. Dieses Konzept manifestiert sich auch visuell, indem das Gemälde in einem unvollendeten Stadium belassen wird. Die Figur in ihren Gemälden befindet sich oft in einem isolierten, undefinierten Raum. Was ein Gefühl der Einsamkeit und Melancholie hervorruft, ein Thema, das in Aounis Werk vorherrscht.

Der Prozess, neue Bilder zu beginnen, besteht darin, Fotoshootings mit Modellen zu organisieren, für die sie eine starke Verwandtschaft hat. Durch ihre ausgewählten Modelle ist sie gezwungen, ihr Weltbild, ihren Geisteszustand zu malen. Auf diese Weise versucht sie, die sich ständig verändernde Landschaft, in der wir leben, zu verstehen.